Schule muss integrieren und nicht ausschließen

Es war ein symbolpolitischer Schnellschuss: Im Jahr 2024 schlugen SPD, CDU und FDP vor, ein „Sprachangebot“ für zugewanderte Kinder und Jugendliche aufzubauen, das mit einem mehrmonatigen Ausschluss vom regulären Unterricht verbunden gewesen wäre ❌ Das war nicht nur politisch kurzsichtig, sondern auch rechtlich unhaltbar. Die Schulpflicht ist nicht verhandelbar, und vor allem läuft es dem Interesse der Kinder und Jugendlichen zuwider, schnell in Deutschland anzukommen, sich zu integrieren und neue Freundschaften zu schließen.

🙌 Doch es geht auch anders! Wir haben den konstruktiven Weg gewählt und gemeinsam mit dem Kultusministerium ein tragfähiges Konzept für neu zugewanderte junge Menschen entwickelt: Ab sofort gibt es Integrative Willkommensgruppen in allen Schulformen der Sekundarstufe I. Diese ermöglichen schnelles Deutschlernen verbunden mit einem sanften Einstieg in den schulischen Alltag. Und sie stellen sicher, dass die Kinder vom ersten Tag an Teil unserer Schulgemeinschaft sind.

Alle Schulformen tragen dieses Modell mit. Die Willkommensgruppen sind bereits gestartet, werden kontinuierlich ausgebaut und an den tatsächlichen Bedarf angepasst – zielgerichtet, rechtskonform und mit Blick auf die Kinder.

Claudia Bax, Schulpolitische Sprecherin

21. August 2025