Unsere Haltung ist klar: Wir wollen neue Flächen für den Wohnungsbau, aber dafür keine Kleingärten aufgeben. Das ist auch der Sinn der Verlängerung des Moratoriums für weitere fünf Jahre: Wohnungsbau ja, Verdrängung von Kleingärten nein.
Wir wissen alle: Hannover braucht dringend mehr Wohnraum. Aber ebenso klar ist: Kleingärten sind kein Bauerwartungsland. Sie sind Teil unserer grünen Infrastruktur, Orte der Erholung, der Biodiversität, der sozialen Teilhabe. Und sie sind Orte, die für ihre Pächterinnen und Pächtern oft von unschätzbarem Wert sind.
Deshalb sagen wir: Bevor auch nur eine einzige Parzelle infrage gestellt wird, brauchen wir eine ehrliche Gesamtschau. Welche Wohnbauflächen stehen tatsächlich zur Verfügung? Welche Potenziale sind noch ungenutzt? Solange diese Fragen nicht schlüssig beantwortet sind, bleibt das Moratorium für die Flächen am Vinnhorster Weg, in Kleefeld Nord, an der Hahnenburg Süd und Im Othfelde Süd richtig und notwendig, und die Pächter*innen bleiben geschützt.
Wir erwarten von der Bauverwaltung eine transparente, belastbare Darstellung aller Alternativen. Wir schauen vor allem auf eine mögliche Tunnellösung für den Westschnellweg, die Platz für 820 Wohnungen ermöglicht und zugleich neue Grünflächen schafft.
Dr. Daniel Gardemin, Fraktionsvorsitzender
29. Januar 2026



