Verkehrswende bedeutet mehr als wohlklingende Bekenntnisse zur Schiene! Sie bedeutet auch, genau dann Verantwortung zu übernehmen, wenn Infrastruktur konkret geplant wird. Wer überall für bessere Bahnverbindungen ist, sie aber vor der eigenen Haustür blockiert, betreibt letztlich Verkehrspolitik nach dem Not-In-My-Backyard-Prinzip.
Die Strecke Hannover–Bielefeld ist ein zentraler Baustein für ein leistungsfähiges Bahnnetz in Deutschland. Wir haben hierzu einen Ratsantrag eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde. Hannover will und braucht diese Strecke. Mehr Kapazität auf der Schiene heißt: mehr Züge, mehr Verlagerung von Verkehr weg von der Straße und weniger klimaschädliche Emissionen. Wenn weiterhin jedes einzelne Projekt durch lokale Abwehrbündnisse ausgebremst wird, scheitert die Verkehrswende am Ende genau dort, wo sie umgesetzt werden muss.
Natürlich müssen Natur, Landschaft und die Interessen der Menschen vor Ort ernst genommen werden. Genau dafür gibt es Planungsverfahren, Umweltprüfungen und Beteiligung. Was aber nicht funktioniert, ist ein reflexhaftes „Nicht bei uns!“.
Fraktionsvorsitzende Dr. Elisabeth Clausen-Muradian und Dr. Daniel Gardemin
6. März 2026



