Die Ausgangslage für die Veloroute war zunächst sehr positiv: Es gab einen politischen Beschluss im Bezirksrat für eine ganzjährige Sperrung des Wirtschaftswegs am Laher Kamp für den Kfz-Verkehr.
Nun aber scheint Wahlkampfstimmung zu sein, und die Fähnchen anderer Parteien bzw. Fraktionen drehen sich im Wind eines vermeintlich autogerechten Wahlkampfes. Die Sperrung des Laher Kamps im Landschaftsschutzgebiet wurde politisch aufgehoben. Damit wurde zugleich ein langes Bestreben von vielen Menschen vor Ort in den Sand gesetzt. Nun steht auch die Gefahr im Raum, dass sich der Ausbau der Veloroute zwischen Lahe und Bothfeld weiter verzögert oder am Ende ganz blockiert wird.
Die Verwaltung macht nun jedoch eine Lösung möglich und setzt auf Pragmatismus statt ideologische Schützengräben: Die vom Oberbürgermeister Belit Onay vorgeschlagene saisonale Verkehrsführung am Laher Kamp ist ein kluger und handlungsfähiger Kompromiss. Sie stärkt den Radverkehr spürbar, schafft mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität für Menschen zu Fuß und auf dem Rad und berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen vor Ort. Die Verwaltung hat hier genau die richtige Haltung gezeigt: zugehört, abgewogen, gehandelt. Statt den Konflikt weiter eskalieren zu lassen, hat der OB so einen Weg gefunden, der eine gute Lösung für alle darstellt.
Besonders wichtig finden wir, so konkrete Verbesserungen für Radfahrer*innen zu sichern. Gerade die sommerliche Vorrangregelung für Rad- und Fußverkehr ist ein echtes Signal für eine moderne Mobilitätspolitik in Hannover. Die Velorouten sind und bleiben ein zentraler Bestandteil der Verkehrswende in Hannover, und mit ihnen fahren mehr Menschen sicher und selbstverständlich Rad statt Auto.
Jetzt gilt es, dass auch SPD und CDU das erkennen und nicht gänzlich einknicken.
Julia Stock, Verkehrspolitische Sprecherin
und Jutta Schieke, Bezirksrat Bothfeld/Vahrenheide
29. Mai 2026



