Tanzen ist wichtig! Weniger Bürokratie, mehr Kultur

Die hannoversche Club-, Musik- und Kulturszene soll spürbar entlastet werden. Wir beauftragen die Stadtverwaltung, die Vergnügungssteuer auf Tanzveranstaltungen abzuschaffen. Wir wollen bürokratische Hürden abbauen, finanzielle Freiräume für Kulturschaffende sichern und Hannovers Profil als lebendige UNESCO City of Music schärfen.

Nachdem nun auch endlich das Bundesbauministerium Clubs als Kulturorte baurechtlich anerkannt hat, wäre es nur zeitgemäß, dass Hannover dem Beispiel anderer Städte wie Braunschweig oder Osnabrück folgt und dieses Signal der Unterstützung und Entlastung sendet.

Die Erhebung der Steuer bedeutet für kleinere, selbstorganisierte Kulturorte und Livemusik-Spielstätten einen enormen Aufwand. Die Zeit und das Geld, was für die Anmeldung und Abrechnung draufgeht, fehlen an anderer Stelle, etwa für das Kulturprogramm, faire Honorare oder Personal.

​Dem hohen bürokratischen Aufwand stehen vergleichsweise geringe Einnahmen für den städtischen Haushalt gegenüber. Die Steuer steht in keinem gesunden Verhältnis zu ihrem Nutzen.

Clubs und Musikspielstätten leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Attraktivität Hannovers. Als UNESCO City of Music müssen wir kulturelle Freiräume fördern, anstatt sie durch veraltete Steuern auszubremsen. Gerade in Zeiten steigender Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten braucht die Kulturszene handfeste Unterstützung statt zusätzlicher Hürden. Die Abschaffung der Vergnügungssteuer ist ein überfälliger und logischer Schritt für eine lebendige Stadtkultur.

Liam Harrold, Kulturpolitischer Sprecher

24. Juni 2026