Das frühere Moratorium zum Schutz der Kleingartenstandorte Vinnhorster Weg, Kleefeld Nord, Hahnenburg Süd und Im Othfelde Süd ist Ende 2025 ausgelaufen. Seitdem fehlt den Kleingärtner*innen jede Planungssicherheit.
Deshalb haben wir Grüne eine Verlängerung um weitere zehn Jahre beantragt – leider ohne Erfolg, da die Ratsmehrheit den Antrag abgelehnt hat.
Sie hält das Moratorium für überflüssig und verweist auf das Kleingartenentwicklungskonzept. Maßgeblich ist jedoch nicht das Kleingartenkonzept, sondern die Drucksache zu den Wohnbauflächenpotenzialen für das Wohnkonzept 2035. Diese hat die Bauverwaltung bis heute nicht vorgelegt.
Ohne diese Grundlage können keine fundierten Entscheidungen über die Umwandlung von Kleingartenflächen in Bauland getroffen werden.
In den Ausschussdebatten hat die SPD wiederholt betont, dass die Kleingärten gesichert seien – wohlwissend, dass die neue Führung der Stadtbahntrasse zur MHH, die nun im Gespräch ist, zulasten mehrerer hundert Kleingärten in Kleefeld-Nord geht.
Das zeigt, wie schnell solche Zusagen gebrochen werden, und bestätigt unsere Sorge: Ohne ein verbindliches Moratorium können die Flächen erneut unter Druck geraten.
Wir stehen klar zu einer guten Stadtbahnanbindung der MHH. Die Stadtfelddammtrasse ist aus unserer Sicht die wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Lösung. Der Rat hatte im November 2025 einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 1941 – Stadtfelddamm – votiert und damit die Weichen für die Realisierung dieser Stadtbahntrasse gestellt. Neue Varianten müssen diese Maßstäbe erfüllen – auch im Hinblick auf die Kleingärten. Sie sind keine beliebig verfügbare Reservefläche, sondern ein wichtiger Teil unserer grünen Stadt, mit dem wir sehr verantwortlich umgehen müssen.
Ute Dommel, Baupolitische Sprecherin
30. Juni 2026



