Mit der Medizinstrategie 2030 verlagert das Klinikum Region Hannover große Teile des Krankenhausbetriebs aus der Nordstadt. Damit entsteht eines der letzten großen innerstädtischen Nachverdichtungsgebiete – in einem Stadtteil mit einer jungen, vielfältigen Bevölkerung sowie vielen Einpersonenhaushalten und Alleinerziehenden, die mit einem Einkommen teil überdurchschnittlich hohe Mieten stemmen müssen.
Für uns ist deshalb klar: Der Schwerpunkt der Entwicklung des Areals muss auf der Schaffung von bezahlbarem Wohnen liegen. Wir brauchen vielfältige Wohnangebote für Studierende, Alleinerziehende, ältere Menschen und Haushalte mit kleinen Einkommen.
Die von der Region Hannover geplante TechFactory mag wirtschaftliche Impulse bringen. Sie verändert aber zugleich die soziale Struktur der Nordstadt – mit potenziell weiter steigenden Mieten und Verdrängung als Folge. Ein Technologie-Campus kann deshalb nur ein Baustein in einem urbanen Quartiers sein, darf aber nicht die dringenden wohnungspolitischen Bedürfnisse überlagern.
Die Nordstadt braucht keine neue Aufwertungsspirale, sondern eine sozial ausgewogene Planung und vor allem: bezahlbaren Wohnraum für die Menschen, die heute dort leben.
Statement von Ute Dommel, Baupolitische Sprecherin
4. Dezember 2025



