Erinnern ist demokratische Pflicht

Heute, am 3. März nahmen mit Mona Sandhas und Silvia Klingenburg zwei unserer Vorstandsmitglieder an der würdevollen Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Ahlem teil. Gemeinsam mit der Region Hannover, der Landeshauptstadt Hannover und dem Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. wurde an die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Roma und Sinti erinnert.

Die Gedenkstunde machte deutlich, wie oft diese Opfergruppe im öffentlichen Erinnern noch immer zu wenig Beachtung findet. Dabei gehört die Verfolgung der Roma und Sinti untrennbar zur Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen. Auch Jahrzehnte nach dem Ende des NS-Regimes sind Roma und Sinti weiterhin von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Das ist ein Umstand, der das Erinnern umso dringlicher macht.

Der 3. März markiert für die Region Hannover ein besonders schmerzhaftes Datum: Vor 83 Jahren wurden rund 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover deportiert. Ihr Weg führte sie 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz, aus dem viele nicht zurückkehrten. Die Kranzniederlegung erinnerte an diese Menschen und an die Verantwortung, ihr Schicksal nicht zu vergessen.

Gedenken ist also mehr als nur ein Blick zurück. Es ist ein Auftrag für die Gegenwart. Erinnerung muss sichtbar sein, damit sie wirkt .

Im ewigen Gedenken. Nie wieder Hass. Gedenkkranz.
Mona, Silvia und Oliver bei der Kranzniederlegung
Mona, Silvia und Oliver bei der Kranzniederlegung