Das Elternwahlrecht ist eine wichtige Option für eine individuell passende Schullaufbahn der Kinder. Aber es hat auch eine Nebenwirkung: Es führt dazu, dass manche Schulen dauerhaft über- und andere massiv unterangewählt werden, und das oft aus Gründen, die die Schulen nicht selbst zu vertreten haben ❌ Für die einige Schulen entstehen dadurch schwierige Bedingungen: hohe Fluktuation, instabile Lerngruppen und eine erschwerte Schulentwicklung.
✅ Wir werden daher politisch aktiv und beantragen, erstmals eine datenbasierte Grundlage für eine gerechtere Schulentwicklungsplanung in Hannover zu schaffen. Wir wollen genauer verstehen, wie sich diese Entwicklungen auf Bildungsgerechtigkeit, soziale Durchmischung und die Chancen von Kindern auswirken. Schulen müssen gezielt dort zu unterstützt werden, wo besondere Herausforderungen bestehen. Sie müssen als Orte der Potentialentfaltung für alle Kinder wahrgenommen und weiterentwickelt werden – unabhängig vom Stadtteil oder der sozialen Lage.
Andere Städte wie Hamburg nutzen Anwahlquoten bereits als wichtiges Instrument moderner Schulentwicklungsplanung. Hannover braucht hier ebenfalls ein strategisches, datenbasiertes Schulentwicklungsmanagement.
Claudia Bax, Schulpolitische Sprecherin
27. Mai 2026



