Hannover braucht dringend mehr Wohnraum – aber nicht auf Kosten immer neuer versiegelter Flächen. Die nachhaltigste Wohnung ist die, die nicht neu gebaut werden muss.
In Hannover stehen rund 277.000 Quadratmeter Bürofläche leer. Dieses Potenzial dürfen wir nicht länger ungenutzt lassen. Statt immer neue Flächen auszuweisen, wollen wir bestehende Gebäude dort, wo es sinnvoll ist, zu Wohnraum umnutzen. Deshalb haben wir im Rat beantragt, eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung einzurichten. Sie soll Eigentümer*innen beraten, Umnutzungen begleiten und bei baurechtlichen Fragen sowie der Nutzung von Fördermöglichkeiten unterstützen. Denn gute Projekte scheitern oft nicht am Willen, sondern an fehlender Orientierung.
Wo Büroflächen für die wirtschaftliche Entwicklung Hannovers gebraucht werden, müssen sie erhalten bleiben. Wo eine Umnutzung jedoch möglich und sinnvoll ist, wollen wir diese Chance konsequent nutzen – statt weitere Grün- und Freiflächen zu bebauen.
Andere Städte machen es vor: In Frankfurt sind bereits rund 20 Prozent des neuen Wohnraums durch die Umnutzung von Nichtwohngebäuden entstanden. Hannover soll dieses Potenzial ebenfalls nutzen – für mehr Wohnraum und mehr Grün.
Ute Dommel, Sprecherin für Bau
17. September 2026



