Hannover hat bis heute kein zentrales Mahnmal für den Porajmos, also den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Sintizze und Romnja.
Dabei wurden auch hier Menschen verfolgt, entrechtet und ermordet. Die bestehenden Erinnerungsorte in Ahlem sind wichtig, ersetzen aber kein sichtbares Zeichen im Stadtbild. Wir fordern, diese erinnerungspolitische Leerstelle zu schließen.
Seit Jahren engagiert sich der zivilgesellschaftliche Förderverein Sinti und Roma Holocaust-Mahnmal Hannover e.V. für die Errichtung eines Mahnmals, zumal Antiziganismus nicht 1945 endete, sondern bis heute fortwirkt. Das Engagement des Fördervereins wurde in der Vergangenheit bereits von einer breiten überparteilichen Mehrheit unterstützt, worüber wir uns sehr freuen. Auch aktuell zeichnet sich eine fraktionsübergreifende Zustimmung im Rat ab.
Dr. Daniel Gardemin, Fraktionsvorsitzender: „Ich habe selbst im Rahmen eines Forschungsprojektes von Betroffenen die fortwährende Stigmatisierung berichtet bekommen und werde mich auch deshalb mit unserer Fraktion dafür einsetzen, dass Hannover seiner erinnerungspolitischen Verantwortung gerecht wird.“
Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, Fraktionsvorsitzende: „Hannover braucht endlich einen Ort, der an die Verfolgung und Ermordung der Sintizze und Romnja erinnert und zugleich Mahnung für die Gegenwart ist. Wir sind an diesem Thema seit vielen Jahren dran und freuen uns über die breite politische Unterstützung.“
16. Dezember 2025



