Schon viele Jahre nehmen wir mit unserer Stadtteilgruppe an der Aktion von AHA zur Müllbeseitigung in den Grünflächen, Wegen und Plätzen unseres Stadtbezirks teil. Die Umwelt sauber halten, vom Menschen verursachte Schäden begrenzen, ehrenamtliches Engagement, alles urgrüne Anliegen.
Und ein direkt festzustellender (Vorher-, Nachher-) Effekt ist auch gleich zu sehen. Zu unserer Freude bleiben die gesäuberten Flächen oft über Wochen oder sogar Monate hinweg deutlich sauberer als zuvor. Offenbar gibt es eine gewisse Wertschätzung für die geleistete Arbeit, oder zumindest eine höhere Hemmschwelle, Abfälle in eine gepflegte Umgebung zu werfen. Vielleicht sollten wir alle noch bewusster darauf achten und früh eingreifen, sobald sich erste Verschmutzungen zeigen.
Jedesmal ist das Sammeln des Mülls mit dem Gefühl verbunden, etwas Richtiges und Sinnvolles zu tun und gleichzeitig sind wir jedes Mal erschrocken über die Abgestumpftheit mancher Mitmenschen, was den Umgang mit ihrem Müll und der Natur angeht. Es verursacht zeitweise ein Sysiphussyndrom bei uns hinsichtlich der Mengen, die in der Landschaft rumliegen. So haben wir dieses Jahr mit etwas über 20 Leuten in 2,5 Stunden Sammeln ca. 110 Säcke vollbekommen. 5 Lastenradfahrer*innen waren gut beschäftigt, die anfallenden Sackmengen zum Butjerbrunnenplatz zu bringen, wo das diesjährige Putzmunter-Fest stattfand. Zur Belohnung unserer Mühen konnten wir und die vielen Helfer im Stadtbezirk das von AHA ausgelobte Ziel der „Stadtteilwette“ von 500 Säcken mit am Ende um 14.00 Uhr gezählten 569 Säcken übertreffen und die 5000€ für soziale Projekte sichern.

Das Fest wurde von Oberbürgermeister Belit Onay miteröffnet und er ließ es sich nicht nehmen, trotz Folgetermin noch einen Abstecher zu uns zu machen und uns zu motivieren, sowie ein schönes Gruppenfoto zu machen. Er lobte uns für den schon beachtlich zusammengekommenen Sackberg zur Halbzeit.
Es waren, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder einige Kinder dabei, die mit ihrer Begeisterung, Ausdauer und ihrem Einsatz für eine saubere Landschaft uns alle begeistert und Mut gemacht haben. Denn mehr Lerneffekt geht nicht. Diese Kinder nehmen die Erfahrung mit Sicherheit für die Zukunft mit, der verantwortliche Umgang mit Müll dürfte verinnerlicht sein.
Ein herzliches Dankeschön an den Verband Wettberger Vereine e.V., der uns für die Aktion seine Greifzangen für´s Sammeln ausgeliehen hat – vor Ort lässt sich Zusammenarbeit manchmal ganz einfach umsetzen. Mit dieser Aktion konnten die vielen grünen Helfer, gut sichtbar durch ihre grünen Westen, sehr erfolgreich einen praktischen Nutzen für alle erreichen und wir hoffen, dass das gute Beispiel mehr Menschen inspiriert, auch aktiv zu werden!



