Hannover ist Fairtrade-Town

Nachhaltiger Konsum endet nicht an der Stadtgrenze. Wer die eigene Verantwortung für die Erde und für die globale Gesellschaft ernst nimmt, muss auch über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, ausbeuterische Kinderarbeit und ungerechte Löhne in vielen Ländern sprechen.

Hannover setzt sich aktiv ein für faire Handelsbeziehungen, globale Solidarität und für eine Wirtschaft, die Menschenrechte und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielt. Daher ist unsere Stadt erneut ausgezeichnet worden und darf sich für weitere zwei Jahre ‚Fairtrade-Town‘ nennen.

Dies ist vor allem auch das Verdienst von Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. Mit Beharrlichkeit, politischer Klarheit und einem langen Atem hat sie den Fairtrade-Gedanken in Hannover aktiv gestaltet und weiterentwickelt.

Hannover hat bereits vor zwanzig Jahren beschlossen, auf Produkte aus Kinderarbeit zu verzichten, und hat damit ein frühes und wichtiges Signal gesetzt. Fairtrade schafft Bewusstsein dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht auf Ausbeutung beruhen darf. Heute zeigt sich, wie tragfähig diese Politik ist: Faire Kitas, engagierte Schulen, Bildungsprojekte und eine starke Zivilgesellschaft machen Fairtrade in Hannover erfahrbar.

Besonders wichtig ist die Bildungsarbeit. Kinder und Jugendliche lernen früh, dass unser Konsum direkte Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen hat. Einen großen Beitrag zum nachhaltigen Konsum leisten die drei Fairtrade-Schools in Hannover: die IGS Südstadt, die Dietrich Bonhoeffer Realschule und die Wilhelm-Schade-Schule. Das Birkenhof-Bildungszentrum, die Berufsbildende Schule 2 und die Leonore-Goldschmidt-Schule wurden bereits im vergangenen Jahr ausgezeichnet.

Statement von Claudia Bax, Schulpolitische Sprecherin

15. Mai 2026